Wie das Goscherl zum Zucker kam

...und alles begann mit einem Gugelhupf

 

Schon seit meiner frühesten Kindheit fasziniert mich das Backen von Kuchen und Torten, das Zubereiten von Desserts und die Herstellung all der verschiedenen zuckerhaltigen und süßen Köstlichkeiten. Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass mir meine Mutter so lange  beim Lesen und Auswiegen der Zutaten geholfen hat bis ich dies selber konnte. Als ich damit begann, meiner Leidenschaft nachzugehen, konnte ich weder Zahlen noch Texte erfassen, da ich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht zur Schule ging bzw. gerade erst mit der Volksschule begonnen hatte. Ich blätterte in Backbüchern und entschied anhand von Bildern, was ich backen wollte. Kaum waren die Zutaten hergerichtet, durfte ich meiner Freude über das Backen freien Lauf lassen. In weitere Folge fügte ich die Zutaten zu einer für mich etwas klebrigen, aber köstlichen Masse zusammen und verarbeitete sie. So kam es, dass ich an jedem Wochenende mit Omas Gugelhupf-Rezept einen Gugelhupf nach dem anderen ausprobierte. Es erklärt sich von selbst, dass die ganze Familie damit beglückt wurde. Dies wiederholte sich viele, viele Wochenenden. Dass dabei  meine Familie kein „Gugelhupf-Trauma“ erlitten hat, wundert mich bis heute.

Vom Ehrgeiz gepackt wagte ich mich in späteren Jahren an immer ausgefallenere Rezepte und zuckrige Kreationen. Meine Familie war erfreut, nicht mehr nur Gugelhupf essen zu müssen. Sie hatte aber nicht damit gerechnet, dass mit jedem neuen und schwierigeren Rezept neue "Gefahren" lauerten. So konnte es vorkommen, dass man bei dem einen oder anderen Stück Torte doch manchmal etwas länger zu kauen hatte. Auch wenn meine Kreationen im Laufe der Zeit ansehnlicher wurden, war mache Verkostung eine geschmackliche Herausforderung. Letztendlich aber überraschte ich immer wieder mit gelungenen Ergebnissen. Meine Torten und Kreationen wurden ein Renner! Spätestens da war klar: Ich muss Konditor werden um das Handwerk zu perfektionieren.

An dieser Leidenschaft hat sich bis heute nichts geändert. Deshalb entschloss ich mich, diesen Blog zu starten. Ich möchte mein Wissen, meine Kreativität und meine Leidenschaft mit möglichst vielen interessierten und wissbegierigen KonditorInnen, Hobby-KonditorInnen oder einfach nur backfreudigen KuchenliebhaberInnen teilen. 

Der Autor von Zuckergoscherl.wien

Ich freue mich auf einen regen Erfahrungsaustausch.

Wie könnte es auch anders sein: Ich starte mit  Omas Gugelhupf-Rezept.

Wichtig zu wissen ist, dass es sich hierbei um eine schwere Sandmasse handelt und dieser Kuchen nicht wie üblich locker und fluffig ist. Dieser Gugelhupf ist sehr kompakt und überzeugt geschmacklich durch seine einzigartige Saftigkeit. Ein großer Vorteil: er bleibt nahezu eine Woche frisch. Mir persönlich schmeckt dazu ein frisches Glas Milch.

Bevor wir aber endlich mit dem Backen beginnen, möchte ich noch meiner Mutter danken, die über einen doch nicht kleinen Zeitraum meine oft teigigen, verbrannten, unförmigen oder brottrockenen Mehlspeisen immer mit einem Lächeln verkostete und mich stets bei meinen kulinarischen Versuchen unterstützte. Auch wenn vielleicht so manche Kreation von mir nicht so leicht zu schlucken war, sie behielt es für sich.

 

Auf den Gugel fertig los….

  17 Kommentare zu “Wie das Goscherl zum Zucker kam

  1. Martin Leitinger
    25. Januar 2015 at 19:20

    Eine wirklich sehr nette Geschichte! Bin gespannt wann es mit anderen Rezepten los geht!

    LG,

    Martin

  2. 26. Januar 2015 at 20:11

    Freut mich wenn es dir gefallen hat!
    Die nächsten Rezept werden bald hochgeladen.

  3. Antonia Hinterwirth
    28. Januar 2015 at 22:09

    Echt coole Sache, jetzt kann mit dem Backen nichts mehr schief gehen 😉 Ich freue mich auf viele tolle Rezepte und Anleitungen 🙂

  4. marlene
    29. Januar 2015 at 23:26

    Ich kann nur sagen: alles backfans aufgepasst: was hier empfohlen wird ist gesetz! da ich die eine oder andere kration schon kosten durfte, kann ich nur raten: an die schneebesen, fertig los!
    Daumen hoch fürs Zuckergoscherl!! <3

    • 30. Januar 2015 at 8:59

      Vielen Dank für die Blumen!
      Es wird höchste Zeit mal wieder eine Verkostung zu organisieren!!!

  5. Eugen
    30. Januar 2015 at 20:59

    Top:-)

  6. Astrid
    30. Januar 2015 at 22:04

    Ich freue mich sehr, über das Zuckergoscherl gelesen zu haben ….. somit kommen wir an die Rezepte der köstlichen Mehlspeisen ran, wenn uns schon der Zuckerbäcker Michi abhanden gekommen ist!!! Super!

  7. Sandra
    8. Februar 2015 at 22:08

    Hi du.
    Spitzen Idee.
    Freu mich schon aufs nächste Treffen.
    Ganz liebe Grüße

    • 9. Februar 2015 at 8:09

      Da gebe ich dir vollkommen Recht! Ist schon wieder viel zu lange her.
      Liebe Grüße, Michael

  8. Ingrid
    25. Februar 2015 at 7:59

    Gewaltig!!!! Du mochsch des spitze!!!! Wie i des gelesn hon sein erinnerungen vom kolpingheim, deiner mama und dir daherkem….so nett!!!!

    • 25. Februar 2015 at 9:44

      Ja, lange ist es her…damals hab ich dich immer mit unzähligen Fragen zum Thema Konditorei genervt…kann mich noch gut daran erinnern 🙂

  9. Guxi
    5. März 2015 at 12:36

    Lieber Zauberer, lieber Zauberlehrling!
    Heute hab ich mich über das Topfensuofflee gemacht. Ich bin, wie der Lehrling ein Anfänger. Aber dass mir das Topfensuofflee auf Anhieb sooooo gut gelingt hätte ich nie gedacht! Ein großes Lob an den Rezepterfinder!!!!!

  10. Sarah und Bernd
    11. März 2015 at 22:33

    Hey ihr zwei,
    Super Rezepte habt ihr wieder online gestellt – großes Lob!!!
    Hoffentlich gibt es beim nächsten Familientreffen eine erneute Kostprobe von diesen herrlichen Desserts:-)

    Viele Grüße aus Salzburg und macht weiter so!

    • 12. März 2015 at 8:27

      Der nächste Geburtstag kommt bestimmt…bin auch schon fleißig am üben um euch beim nächsten Mal wieder mit einer neuen Kreation verwöhnen zu können. 😉

      Liebe Grüße nach Salzburg

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