Tante Sigrids Apfel-Haselnuss-Tarte

Vor einigen Tagen rief mich meine liebe Tante Sigrid ganz aufgeregt an und bat mich um Rat. Sie war gerade beim Backen eines gedeckten Apfelkuchens der ihr so gar nicht gelingen wollte. Der Mürbteig war brüchig, die Äpfel verkocht und ihre Geduld zum Weiterbacken am Ende. Nachdem ich meiner Tante mit Rat und Tat zur Seite stehen konnte gelang letztendlich ihr Werk.

Dieser „Backvorfall“ brachte mich auf die Idee eine einfach herzustellende Apfel-Haselnuss-Tarte zu kreieren:

Die Basis für unsere Tarte bildet ein feiner Buttermürbteig. Gefüllt wird die Tarte mit einer sogenannten Crème Noisette, die mit frischen Äpfeln belegt wird.

Habt ihr erst einmal Gefallen an dieser Rezeptur gefunden könnt ihr eurer Kreativität freien lauf lassen. Tauscht die Äpfel gegen Birnen, Erdbeeren, Feigen etc. aus. Verwendet bei der Crème Noisette statt Haselnüsse Mandeln, Walnüsse oder Pekannüsse und ihr punktet jedes Mal mit einer andere Tarte.

Wenn ihr die Apfel-Haselnuss-Tarte noch leicht warm serviert und dazu geschlagenes Obers reicht, garantiere ich euch, dass keiner mehr eure Backkünste in Frage stellen wird.

 

Ich freue mich auf euer Feedback und wünsche gutes Gelingen.

 

…und los geht´s!

 

Zutaten für Apfel-Haselnuss-Tarte

Zutaten für einen Tortenring mit 18 cm Durchmesser

Backzeit: Hier müsst ihr euch ein wenig auf euer Gefühl verlassen. Ich hatte meine Tarte 35 Minuten im Backrohr

Backtemperatur: 170°C

 

Zuerst stellen wir den Mürbteig her

75g Staubzucker

150g Butter – die Butter sollte direkt aus dem Kühlschrank kommen

225g Mehl ( W480 oder W700 )

etwas Salz – unterstützt den Geschmack

1/2 Vanilleschote

1 Dotter

Alle Zutaten rasch zu einem glatten Teig verarbeiten und bestenfalls 30 Minuten rasten lassen, damit sich der Teig etwas entspannen kann. Wenn ihr auch eine Pause braucht, rastet ebenfalls ein wenig!

Falls der Mürbteig durch zu langes Kneten „brandig“  werden sollte ( ist beim Ausrollen sehr brüchig ), erhält der Teig durch Zugabe von etwas Eiweiß wieder mehr Bindung.

Mürbteig Mürbteig kneten Mürbteig-Rolle

 

 

 

 

 

 

Cremè Noisette

125g weiche Butter

125g Staubzucker

2 Eier ( M )

125g gemahlene Haselnüsse

25g Mehl ( W480 oder W700 )

 

Die weiche Butter mit dem Staubzucker schaumig schlagen. Nach und nach die Eier hinzufügen. Zum Schluss die Haselnüsse und das gesiebte Mehl unterheben.

Cremè Noissete

 

 

Nach dem die Cremè Noisette fertig ist, den Mürbteig auf ca. 3 mm ausrollen und in die Tortenform legen. Am besten rollt ihr den Mürbteigrand extra aus und legt ihn in die Tortenform ( 3 cm Höhe ).

MürbteigMürbteigrandMürbteig für Apfel-Haselnuss-Tarte

 

 

 

 

 

 

Die Cremè in einen Dressiersack füllen und spiralförmig auf den Mürbteig dressieren.

Cremè Noissete dressiert

 

 

 

 

 

Nun 2 Stück Äpfel ( ich nehme hierfür immer die Sorte Topaz ) schälen und in dünne Spalten schneiden. Die Spalten sollten nicht zu dick geschnitten sein, da sie ansonsten nach dem Backen noch sehr bissfest sind.

Apfel-Haselnuss-Tarte mit Äpfeln belegt Apfel-Haselnuss-Tarte vor dem Backen

 

Die Äpfel fächerförmig auf die Masse legen und mit gestifteten Mandeln bestreuen. Ich habe die Äpfel zusätzlich noch mit etwas Zimt, Nelken und Zucker bestreut.

Für die Zimt-Zuckermischung einfach ein wenig Kristallzucker mit gemahlen Zimt und etwas Nelkenpulver verschmischen.

Tarte bei 170°C ( Heißluft ) etwa 35 Minuten backen. Nach dem Backen mit etwas Staubzucker bestäuben und noch lauwarm servieren.

Mit geschlagenem Obers oder einer Kugel Vanilleeis schmeckt die Apfel-Haselnuss-Tarte noch besser.

Apfel-Haselnuss-Tarte nach dem Backen Apfel-Haselnuss-Tarte nach dem Backen

 

 

 

 

 

 

Ich wünsche allen Tanten und Onkeln guten Appetit!

 

Wenn euch dieses Rezept gefällt, findet ihr Oma´s Gugelhupf-Rezept sicher auch sehr schmackhaft.

  17 Kommentare zu “Tante Sigrids Apfel-Haselnuss-Tarte

  1. Markus
    1. Februar 2015 at 10:29

    Hört sich einfach an! Muss ich mal nachbacken.
    Sag, kann ich auch fertigen Mürbeteig aus dem Kühlregal verwenden wenn ich’s. eilig habe, oder hast du das Teigrezept noch verändert?
    Lg,

    Markus

    • 1. Februar 2015 at 14:44

      Hallo Markus!
      Kannst du natürlich machen, würde ich dir aber nicht empfehlen. Mürbeteig ist ganz schnell gemacht und geschmacklich lohnt sich der Aufwand den Teig selber herzustellen allemal. Du kannst den Mürbteig auch schon ein paar Tage vorher zubereiten und in gut verpackt im Kühlschrank lagern.

      • Michael Gietl
        5. Februar 2015 at 21:29

        Des rezept is sicher von da obermoser sigrid, des klingt supa!!!!!!!

        • 5. Februar 2015 at 21:47

          Das Rezept ist von mir, inspiriert wurde ich aber von meiner Tante

  2. Eva
    1. Februar 2015 at 17:33

    Mhmmmm klingt ja superlecker :))

  3. Antonia
    4. Februar 2015 at 14:48

    Da läuft mir ja das Wasser im Mund zusammen!! Das Rezept klingt echt köstlich und gar nicht so schwer! (…und genügend Pause für den Konditor ist auch eingerechnet ;-P) Muss ich unbedingt ausprobieren!!

    • 4. Februar 2015 at 15:27

      Ja, die Pause sollte man am besten mit einem Kaffee genießen. 🙂

  4. Guxi
    5. Februar 2015 at 16:09

    Nach meinen missglückten faschingskrapfen Probier ich am We deine leckere Apfeltorte aus

  5. Guxi
    5. Februar 2015 at 16:13

    Oder lieber doch den Gugelhupf?
    Wer weiss
    Lg. Guxi

    • 5. Februar 2015 at 20:26

      Liebe Guxi!

      Ich bin mir sicher, dass die Krapfen köstlich waren…zumindest haben sie sehr lecker ausgesehen! Ich freue mich auf dein Feedback für welche Mehlspeise du dich entschieden hast!

  6. Judith
    8. Februar 2015 at 15:17

    Apfel Tarte ist im Ofen- sind schon sehr gespannt!!! Haben dein Rezept statt unserem Lieblingsapfelstrudel heute mal probiert- die Anforderung ist also hoch;) werde berichten, wies geworden is- die Kinder sitzen vorm Ofen und warten schon drauf;) lg hasleder-puchner family

  7. Judith
    8. Februar 2015 at 17:15

    Halbes Apfeltarte verspeist- hmmmmmm, es ist suuuuuper lecker – ich mache es bestimmt wieder!!!! Besten Dank fürs Rezept- an euch Leser: nachbacken lohnt sich:) recht liebe grüße, hasi-puchners

    • 8. Februar 2015 at 17:31

      Da ich von unserer lieben Steffi schon vieles über deine Backkünste gehört und auch schon einige Bilder von deinen Torten gesehen habe, freut es mich natürlich umso mehr wenn es euch geschmeckt hat. Ich wünsche euch noch einen schönen Sonntag!
      Liebe Grüße, Michael
      PS.: Das nächste Rezept wird gleich hochgeladen! 🙂

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